Work Text:
Karin sah Leo ungläubig an und versuchte in ihrem Kopf zu sortieren, was ihre Partnerin gerade gesagt hatte. „Was?“ lachte Leo, „du wirst es überleben“ versuchte sie Karin zu überzeugen und hielt ihre Hand hin.
Karin dämmerte es so langsam, dass Leo es wirklich ernst meinte, also hob sie ihre linke Hand und legte sie in Leos rechte. In diesem Moment fiel ihr wieder einmal auf, wie gut es sich anfühlte, mit Leo zusammen zu sein.
Bevor sie auch nur eine Sekunde hatte, um sich auf das vorzubereiten, was jetzt geschah, machte Leo einige Schritte nach hinten und zog Karin mit sich auf die Tanzfläche, die schon voll mit anderen Paaren war, schließlich war es die Hochzeitsfeier einer Schulfreundin von Leo. Ein flotter Walzer klang von den Musikern über den Hof, in dem die Feier stattfand.
Leo legte eine Hand um Karins Taille (zugegebenermaßen nicht ganz die klassische Tanzetikette, aber wen interessierte das hier schon) und führte mit der anderen Karins Hand. Zu deren Erstaunen war es gar nicht so schwer, den Schritten ihrer Partnerin zu folgen, die ganz offensichtlich genau wusste was sie hier tat. So langsam begann es sogar fast Spaß zu machen, doch das Beste daran war Leos Lächeln, dass sich auf ihre Lippen geschlichen hatte.
Die Momente, in denen Leo uneingeschränkt Spaß hatte waren eher selten, umso schöner war es, ihr dabei zuzusehen. Als das Musikstück zu Ende war wurden die Menschen auf der Tanzfläche weniger, auch Leo und Karin gingen zurück zum Tisch.
Karin setzte sich auf die Bank und zog Leo so zu sich, dass sie auf ihrem Schoß landete, um dann ihre Arme um sie zu schlingen. Mit einem Kuss in den Nacken flüsterte sie „du bist so schön, wenn du so viel Spaß hast“. Leo lachte leicht. „Und du kannst auf jeden Fall besser tanzen, als du immer behauptest.“ „Nagut, du hast mich erwischt.“ erwiderte Karin gespielt zerknirscht und legte ihren Kopf auf Leos Schulter ab, während ihre Hände unter Leos Bluse über ihren Rücken strichen.
Leo genoss die Berührung und neigte ihren Kopf zur Seite gegen Karins. „Früher musste ich halt immer mit blöden Jungs tanzen, die nicht mal halb so gut waren wie du und schon gar nicht so heiß.“ fuhr Karin zu ihrer Verteidigung fort. „Das ist natürlich tragisch.“ antwortete Leo und setzte sich so neben Karin auf die Bank, dass sie sie küssen konnte. „Aber dann“, fing Leo zwischen kleinen Küssen an, „ist es doch um so wichtiger, dass wir deine Erinnerungen an das Tanzen erneuern.“ Das Kribbeln in Karins Bauch nahm ihr jeden Willen zu widersprechen.
