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it could be so easy, if I said something stupid like I love you

Summary:

Nachdem Justus entführt wird, müssen Peter und Bob nicht nur ihren ersten Detektiv wiederfinden, sondern auch den Mut, sich ihren eigenen Gefühlen zu stellen. Und schnell stellen sie fest, dass nichts so ist, wie es am Anfang scheint.

Notes:

Hii, Babbling und J_D_Sophie hier mit einer laaangen Drei Fragezeichen Fanfic zu Shandrews.
Während J_D_Sophie die Chapter aus Bobs Perspektive schreibt, übernimmt Babbling unseren Lieblingsangsthasen - ich meine natürlich unser Sunny Beachboy Peter Shaw.
Es wird zwar anfangs Drama, Tränen und Streit geben (sehr viel..), dafür aber auch spannende und fluffige Momente im weiteren Verlauf. Darauf könnt ihr euch freuen.

Die Fic ist zudem bereits fertiggestellt und einmal pro Woche wird ein Kapitel hochgeladen.
Zur Feier des Beginns gibt es heute aber sogar schon zwei Chapter!!! yeeeeeiiiii :D

Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Lesen und Kudos und Kommentare sind natürlich immer herzlich Willkommen :D

PS: Peter, Bob und Justus haben in der Fic gerade die Highschool verlassen und sind so ca. 18/19 Jahre alt (aber das wird später in der Fic auch noch klarer)

(See the end of the work for more notes.)

Chapter Text

Bob

Bob seufzte und fuhr sich genervt durch die Haare. Natürlich blieb die Aufgabe, die Akten ihrer vergangenen Fälle zu sichten und zu sortieren, an ihm hängen. Nur weil er für Recherchen und Archiv zuständig war, hieß das noch lange nicht, dass nur er allein das immer machen musste! Es war außerdem wahnsinnig heiß in der Zentrale, sogar Blacky schien es zu heiß zu sein und er hielt ausnahmsweise mal den Schnabel.  

Bob griff nach der nächsten Akte und schlug sie auf, um sie kurz zu überfliegen. Es war einer ihrer älteren Fälle, als sie noch deutlich jünger gewesen waren. Er runzelte die Stirn. Diese Akte lag zwischen ihren gerade frisch abgeschlossenen Fällen, wo sie eindeutig nicht hingehörte. Warum lag sie hier? Hatte sich Justus ihre alten Fälle durchgelesen? Aber zu welchem Zweck? Kopfschüttelnd packte Bob sie wieder an ihren richtigen Platz.  

Die Gedanken des ersten Detektivs waren mal wieder unergründlich. Er war die letzten Tage schon irgendwie komisch gewesen, mit dem Kopf irgendwo anders. Auf Nachfragen hin hatte er nur abgewunken und etwas gesagt, von wegen ‘die Zeit sei noch nicht reif, um seine Gedanken der Welt zu präsentieren, da er noch im Anfangsstadium seiner Überlegung sei und es seine beiden Kollegen nicht wirklich tangiere’. Peter hatte nur wieder mit den Augen gerollt und Bob einen Blick zu geworfen, der bedeutete: Unser Erster ist mal wieder komplett abgehoben. Bob hatte daraufhin grinsen müssen, was Peter wiederum zum Kichern brachte. Justus hatte sie beide gefragt, was denn so witzig gewesen sei, was sie jedoch nicht näher erläuterten, sondern nur noch lauter lachten. Worüber genau hatten sie wahrscheinlich selbst nicht gewusst. Doch der Moment war irgendwie schön.  

Bei dem Gedanken an Peter und sein Lachen verspürte Bob wieder diese widersprüchlichen Gefühle in sich aufflackern. Einerseits das warme Gefühl im Bauch, welches immer auftauchte, wenn er an Peter dachte. Andererseits auch die quälende Traurigkeit und das unangenehme Gefühl welches dafür sorgte, dass sich sein Herz schmerzhaft zusammenzog, immer wenn Peter- 

Bob schüttelte den Kopf, um diese unangenehmen Gedanken loszuwerden. Er sollte sich wieder auf seine Arbeit konzentrieren, wenn er heute noch fertig werden wollte.  

Er hatte es gerade so geschafft, zwei weitere Akten durchzusehen, da öffnete sich die Tür zur Zentrale. Bob drehte den Kopf und sah, wie sich Justus schnaufend und schweißüberströmt auf einen Stuhl fallen ließ. „Ich sage es dir, Tante Mathilda möchte mich für irgendetwas bestrafen. Ich komme nur einfach nicht darauf, was genau es ist!“ 

Bob schmunzelte und griff nach dem nächsten abgeschlossenen Fall. „Warum sollte dich denn deine Tante bestrafen wollen? Du bist doch sonst immer ein ganz vorbildlicher Neffe.“ 

Justus funkelte ihn an. „Deinen Sarkasmus kannst du dir sparen. Ich habe wirklich nichts gemacht.“ Bob lachte daraufhin nur.  

„Was ist denn so lustig?“, fragte eine weitere Stimme. Bobs Herz machte einen Hüpfer, als Peter die Zentrale betrat und seine beiden Kollegen stirnrunzelnd ansah.

„Ach gar nichts.“, antwortete er nur kurz angebunden und wandte sich schnell wieder den Akten zu. Ihm entging dabei Justus aufmerksamer Blick, bevor dieser sich an Peter wandte. 

„Wo kommst du denn her? Ich dachte du kannst heute nicht kommen.“ Er legte den Kopf schief. „Warst du nicht mit Jeffrey am Strand zum Surfen verabredet?“

Peter nickte und ließ sich nicht sehr elegant auf das Sofa fallen. „Stimmt, wir waren auch ´ne Weile da, aber dann kam Kelly mit ihren Freundinnen an den Strand und, naja, die Stimmung ist dann irgendwie erstmal gekippt.“ 

Bob versuchte krampfhaft, sich nichts anmerken zu lassen, doch als Peter Kelly erwähnt hatte, ließ er beinahe die Blätter fallen, die er gerade in der Hand hielt. Er hasste es, wenn der zweite Detektiv von seiner- ja, was war sie eigentlich? Freundin? Ex? Geliebte? Irgendetwas hatten sie jedenfalls immer am Laufen und das passte Bob überhaupt nicht. Warum konnte Peter nicht sehen, wie toxisch diese Beziehung war? Die Beiden passten überhaupt nicht zueinander, weshalb sie sich auch immer nach gefühlten zwei Wochen in der ‘honeymoon-phase’ wieder total zerstritten. Und so ging das jetzt schon eine ganze Weile.  

Als Peter das erste Mal erzählte, dass er und Kelly sich getrennt hätten, hatte er sich tatsächlich ein wenig Hoffnungen gemacht. Doch die hielten nicht lange an, als er keine drei Tage später mit ihr zu einem Treffen in der Eisdiele auftauchte, seinen Arm um ihre Hüfte, ihre Hand in der hinteren Tasche seiner Hose. Bob hatte sich erbärmlich gefühlt, dass er überhaupt irgendeinen Gedanken daran verschwendet hatte, dass sich nun etwas zwischen ihnen ändern könnte. Er ließ sich jedoch nichts anmerken, während Peter und Kelly die ganze Zeit vor seinen Augen turtelten. Als es danach immer wieder passierte, schwor sich Bob etwas: Er würde seine Gefühle für den zweiten Detektiv für sich behalten, nie darüber mit irgendjemanden sprechen und sie Peter erst recht nicht gestehen.  

Nicht, dass seine beiden Freunde etwas dagegen hätten, dass er etwas für einen Jungen empfand. Er hatte ziemlich früh gemerkt, dass er sich zu Frauen und Männern hingezogen fühlte und sich nach einer Weile auch vor seinen Freunden geoutet. Sie waren beide total cool damit gewesen, wobei auch Justus schon früher einmal klargestellt hatte, dass er asexuell und sich zudem nicht wirklich sicher war, ob er sich selbst in Zukunft in einer Beziehung sah.  

Doch wenn Bob jetzt zugeben würde, dass er auf einen seiner besten Freunde stand… Das würde nur zu einer Menge Stress, Peinlichkeiten und schließlich zum Ende ihres Detektivbüros führen. Das und seine Freundschaft zu Peter konnte und wollte Bob nicht verlieren. Und so schwieg er und litt jedes Mal ein wenig mehr, wenn Peter wieder mit Kelly zusammenkam. Er hatte gedacht, dass die Gefühle vielleicht mit der Zeit weniger werden oder sogar verschwinden würden. Doch das Gegenteil war eingetreten.  

Bob war hoffnungslos in Peter verliebt.  

„Naja, jedenfalls sah sie wieder mal mega aus in ihrem Badeanzug, mega hübsch, also hab ich sie wieder angesprochen und wir haben uns gut unterhalten. Und morgen gehen wir auf ein Date und gucken nochmal, ob das mit uns nicht doch noch was wird.“, erzählte Peter gerade, während er sich genüsslich streckte. Bobs Kopf ruckte bei der Aussage hoch und er drehte sich zu Peter um. Er wollte ihn gerade anfahren, was das denn schon wieder sollte, doch das T-Shirt des zweiten Detektivs war noch oben gerutscht und enthüllte einen Teil von seinem durchtrainierten Oberkörper. Das lenkte Bob für einen kurzen Moment ab, bevor er sich zusammenreißen und den Blick abwenden konnte. Mein Gott, er war so schwach. 

„Du willst dich mit Kelly versöhnen?! Schon wieder?!“ 

Peter zuckte mit den Schultern. „Naja, ich finde sie ja immer noch echt attraktiv. Und sie mich ja anscheinend auch, also warum nicht? Wenn wir beide Spaß haben wollen, dann ist das doch oka-.“ 

Bob stand so ruckartig auf, dass sein Stuhl fast nach hinten umkippte. Die Zentrale wurde still, die Augen seiner beiden Freunde lagen auf ihm. „Tut mir leid Freunde, aber ich habe ganz vergessen, dass ich mich diesen Abend noch mit-.“ Er hielt kurz inne. „Mit Ethan treffen wollte. Genau, wir gehen heute den neuen Italiener ausprobieren.“ Etwas fahrig klaubte er seine Sachen zusammen. „Wir sehen uns, Leute.“  

Ohne eine Antwort abzuwarten, ging er zur Tür der Zentrale. Dabei bekam er nicht mit, wie Justus ihm einen merkwürdigen Blick zuwarf  oder wie Peter ebenfalls aufgestanden war, während sich sein Gesicht bei der Erwähnung von Ethans Namen für einen ganz kurzen Moment verfinsterte.

Während er auf seinen gelben Käfer zuging, tippte Bob hastig auf seinem Handy herum und hielt es sich ans Ohr. Einige Augenblicke verstrichen. Dann:

„Hey Ethan, hast du heute Abend spontan Zeit? Wollen wir zusammen den neuen Italiener in der Stadt ausprobieren?“ Pause. „Erklär ich dir später. Hast du jetzt Zeit?“ Wieder kurz Stille. „Okay, ich hole dich mit dem Käfer ab, bis gleich!“