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Fandom:
Relationship:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2026-02-14
Completed:
2026-02-14
Words:
2,557
Chapters:
2/2
Kudos:
6
Hits:
96

Valentinstag

Summary:

Xabi Alonso bekommt eine anonyme Valentinskarte. Und hat schon bald eine Ahnung, von wem sie stammt.

Notes:

Ich hatte Kapitel 1 schon letztes Jahr als Teil meiner "Oneshots" veröffentlicht, doch jetzt gibt es eine Fortsetzung.

Chapter 1: Die Valentinskarte

Chapter Text

Xabi Alonso warf einen Blick auf seine Uhr. „In Ordnung, Schluss für heute!“ rief er und sammelte die Bälle ein. Zufrieden halfen ihm seine Spieler dabei, dann schlenderten alle vom Trainingsplatz Richtung BayArena.

„Gut, dass wir heute zeitig Schluss machen“, fand Granit Xhaka. „Ich werde nachher noch mit meiner Frau essen gehen. Ganz romantisch bei Kerzenschein.“

Rob Andrich sah auf. „Oh, ich werde meine Frau auch ausführen“, sagte er. „Aber vorher werde ich sie noch mit einem großen Strauß roter Rosen überraschen.“ Er lächelte. „Obwohl, vermutlich erwartet sie den schon, aber sie wird auf jeden Fall überrascht tun.“

Jeremie Frimpong sah die beiden neugierig an. „Wie kommt es, dass ihr eure Frauen heute beide ausführt?“ erkundigte er sich.

„Heute ist Valentinstag“, antwortete Rob und lachte. „Sag bloß, das hast du vergessen?“

Jeremie schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn. „Ach ja, stimmt ja, hatte ich vergessen. Aber ich habe zur Zeit sowieso niemanden zum Verwöhnen. Ich werde es mir vor dem Fernseher gemütlich machen und mir einen kitschigen Film ansehen.“ Er sah zu Florian Wirtz hinüber. „Was ist mit dir? Willst du mir Gesellschaft leisten?“

Florian schüttelte den Kopf. „Heute nicht“, antwortete er. „Ich will mich etwas ausruhen und früh ins Bett gehen.“

Sie betraten die Kabine. Draußen war es eisig kalt gewesen, so dass die Spieler froh waren, als sie endlich unter das heiße Wasser der Duschen treten konnten.

***

Währenddessen saß Xabi Alonso in seinem Büro und ging noch ein paar Unterlagen durch. Schließlich war auch er mit allem fertig und ging zu seinem Schrank hinüber, um seine Tasche herauszuholen. Doch als er ihn öffnete, sah er einen Briefumschlag auf seinen Sachen liegen. Überrascht nahm er ihn an sich. Vorne auf den Umschlag hatte jemand „Xabi“ geschrieben. Er öffnete ihn und holte eine Karte hervor. Auf der Vorderseite waren eine Rose und ein Herz zu sehen. Xabi schmunzelte. Ob er eine heimliche Verehrerin unter den Mitarbeiterinnen hier hatte? Er klappte die Karte auf. Jemand hatte mit sauberer Handschrift ein Gedicht verfasst:

Ich trage das Trikot
Von unsrem Verein
Und hoffe so sehr
Einmal dein zu sein

Die Zeilen waren ganz altmodisch mit Füller und Tinte geschrieben worden. Anerkennend betrachtete Xabi die schön geschwungenen Linien der einzelnen Buchstaben. Es fehlte die Unterschrift, wie Xabi feststellte. Schade.

Er ging zu seinem Schreibtisch hinüber und las das Gedicht noch einmal, bevor er die Karte zusammenklappte und die Rückseite betrachtete. Auch dort war kein Hinweis auf den Absender. „Ich trage das Trikot von unsrem Verein“ – eine Spielerin? Oder gar ein Spieler? Die Handschrift war gleichmäßig und leserlich, sah aber nach der Schrift eines Mannes aus, der sich viel Mühe gegeben hatte. Xabi dachte eine Weile darüber nach, dann packte er die Karte lächelnd in seine Tasche, erhob sich wieder und machte sich auf den Weg zu seinem Auto.

***

In der Tiefgarage standen noch einige der Spieler zusammen, unterhielten sich, verabschiedeten sich voneinander und stiegen schließlich in ihre Autos und fuhren davon. Xabi ging zu seinem Auto und suchte währenddessen in seiner Jackentasche nach seinem Autoschlüssel. Seine Schritte wurden langsamer.

„Bis morgen, Xabi.“

Xabi sah auf. Er stand direkt hinter dem Auto von Florian Wirtz, der gerade seine Tasche in den Kofferraum geworfen hatte und sich jetzt bückte, um sich seinen Schuh zuzubinden. „Bis morgen, Flo.“ Endlich hatte Xabi seinen Schlüssel gefunden, doch er fiel ihm aus der Hand und landete auf dem Boden. Xabi bückte sich und griff danach. Sein Blick schweifte über Florians Hände, der noch immer mit seinen Schnürsenkeln beschäftigt war. Flos Finger waren seltsam blau verfärbt. Für einen kurzen Moment fragte sich Xabi, was das wohl sein mochte, doch dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Es war Tinte, wie von einem Füller.

Florian richtete sich wieder auf, Xabi tat es ihm gleich. Für einen Moment sah er ihn nur an, dann lächelte er. „Ich wünsche dir einen schönen Abend, Florian“, sagte er und stieg in sein Auto. Er startete den Motor und fuhr langsam los. Als er an Florian vorbeikam ließ er die Fensterscheibe hinuntergleiten. „Wir sehen uns morgen.“ Er zwinkerte ihm zu und fuhr Richtung Ausfahrt, während ihm Florian lächelnd hinterher sah.