Chapter Text
Also…
1. Ich habe keine wirkliche Ahnung von Rechtsmedizin oder der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin. Der 46. Spurenworkshop fand tatsächlich dieses Jahr vom 26.02. - 28.02. in Greifswald statt. Daher sind auch alle Programmpunkte, die hier relevant werden, tatsächlich offizielle Programmpunkte der Veranstaltung. Für alle, die sich mehr für die tatsächlichen Informationen und Aspekte der Veranstaltung interessieren, packe ich hier den Link hinein: 🔗 https://spurenworkshop.labcon-owl.de/.
Ich habe aber keine Ahnung, ob es irgendwie tatsächlich so ist, dass auch Hauptkommissare an den Veranstaltungen teilnehmen würden oder können, jedoch erschien es mir bei dem Programm, bei dem auch Vertreter verschiedenster Kriminalämter referieren, nur logisch (either way, we do it anyways… for the sake of the story). Es erschien mir zusätzlich offensichtlich, dass Professor Boerne auf so einer Veranstaltung einen kurzen Vortrag halten und an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen würde.
2. Ich habe weder Verbindungen zur Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, noch den Veranstaltern in Greifswald. Ebenso auch nicht zur Produktion des Münsteraner Tatorts. Alle Rechte, die mit irgendwelchen Aspekten dieser Arbeit in Verbindung stehen, liegen bei den entsprechenden offiziellen Stellen. Alles, was ich hier machen, mache ich einfach zum Spaß und ich verdiene auch nichts daran.
3. Ich studiere parallel Philosophie und schreibe einen Großteil der Arbeiten in irgendwelchen Vorlesungen oder Seminaren. Dennoch heißt das nicht, dass ich hier ein Niveau erreichen werde, das sprachlich meinem Studiengang entspricht. Wie sich vielleicht manche denken können, ist es eine komplett andere Angelegenheit, philosophisch-wissenschaftliche Arbeiten zu schreiben und Fanfiction zu verfassen.
Was ich hier aber hauptsächlich sagen will: es ist möglich, dass ich längere Zeit nicht poste, weil ich im Verlauf des Jahres neun kürzere Essays, fünf Klausuren, eine Abschlussarbeit, ein Artikulationsschema für eine Unterrichtsstunde und ein Kurzportrait von Joseph Beuys schreiben muss. Ich versuche aber mein Bestes und wir schauen mal, wie das enden wird.
4. Um grob voraussagen zu können, wie die RE-Fahrt theoretisch verlaufen könnte, habe ich an 7 Tagen immer vergleichbare Verbindungen im DB-Navigator verfolgt und einen Durchschnittswert angenommen. Besonders gut gefiel mir hier „Verspätete Bereitstellung eines Zuges“ als Entschuldigung für die Verspätung, weshalb das natürlich direkt aufgenommen wurde. Ich habe die (angekündigt) kürzesten Fahrten mit den wenigsten Umstiegen beobachtet, jeweils vom Hauptbahnhof Münster bis zur Universitätsmedizin nach Greifswald. Leider schreibe ich die Geschichte erst nachdem der Spurenworkshop stattgefunden hat, daher ist die Rekonstruktion der Fahrt nicht akkurat sondern nur ein Durchschnittswert. Könnte man in der DB-App vergangene Verspätungen einsehen, würde ich denen eine Verbindung suchen und diese in Gedanken und mit allen Problemen „nachfahren“. Meine untersuchten Verbindungen der ersten Reihe an Beobachtungen: Das war am 22.04.2026 einmal die Verbindung von 6:03 Uhr bis 18:42 Uhr (mit nur 6 Umstiegen in 12h 42min), dann die von 7:37 Uhr bis 18:14 Uhr (mit 10 Umstiegen, dafür aber in nur 10h 37min), dann die identische Verbindung zur Vorhergehenden, aber zwei Stunden später vom 9:37 Uhr bis 20:14 Uhr, und zuletzt die von 8:37 Uhr bis 20:45 Uhr (nur 5 Umstiege mit einer Reisezeit von 12h 08min). Außerdem wurden in den 6 vorangehenden Tagen diesen entsprechende Verbindungen von mir verfolgt, jedoch habe ich da meine Arbeit noch nicht so ernst genommen und nur grob die Verspätungszeiten aufgeschrieben. Tagesabhängige kleinere Abweichungen in den Fahrplänen hatte ich dabei vernachlässigt. Daher startete ich nun mit einer zweiten Beobachtungsreihe, die hoffentlich etwas repräsentativer ist…
5. Die Idee kam mir vor ein paar Tagen, als ich einen Bekannten von mir im RE getroffen habe. Wir hatten das gleiche Ziel, aber unterschiedliche Verbindungen, weil er lieber Deutschland-Ticket und nicht ICE fahren wollte. Zwar habe ich keinerlei romantische Ambitionen im Bezug auf ihn, ich hätte mich aber gerne mit ihm etwas mehr unterhalten und da war die Fahrzeit des RE, den wir zusammen fuhren, etwas zu kurz für. Das führte dazu, dass wir uns gegenseitig vorschlugen, doch die Verbindung des jeweils Anderen mitzufahren, aber am Ende nahmen wir beide den Zug, den wir geplant hatten.
Und wie verbindet das diese Erfahrung mit der hier entstandenen Storyline? Das ist mir nicht so wirklich klar. Es hat mir aber irgendwie gezeigt, dass jeder Mensch andere Präferenzen und auch Erinnerungen und Emotionen hat, wenn es um das Reisen geht.
Und mit Thiel und Boerne? Vielleicht weil Thiel so wirkt, als würde er einfach nicht gerne ICE fahren? Oder weil Boerne so wirkt, als würde er überall immer nur 1. Klasse buchen und nur extrem ungerne einen RE betreten? Jedenfalls kam mir dann am nächstem Tag die Idee, das hier zu schreiben und so das Geschehene künstlerisch modifiziert zu benutzen und verarbeiten.
