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Rating:
Archive Warning:
Category:
Fandom:
Relationship:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 19 of FF.de Material
Stats:
Published:
2010-12-20
Completed:
2026-05-17
Words:
26,037
Chapters:
28/28
Hits:
34

Shadow of the snow

Summary:

Zeitspanne: Die Story spielt im Oktober 2008, Black Roses ist bereits erschienen, Lauri und Aki sind erblondet, Eero ist verheiratet und hat Kiddis, Aki & Lauri sind aber weder vergeben noch sind sie Väter. Ich hoffe das hilft etwas bei der Vorstellung ^^

Chapter Text

Chapter 1

-1-
Ich stehe an meinem Küchenfenster mit einer Zigarette in der Hand und blicke hinab auf die stark befahrene Hauptstraße, was für ein Anblick um 2 Uhr nachts, die Autos winden sich in Schlangen gen Kreuzung, im Rhythmus der Ampelschaltung. Ab und an hupt es. Espoo schläft also nie, genauso wie Helsinki.
Die Auspuffgase machen die Luft dick und ich beobachte meine Zigarette die dabei ist sich selbst zu rauchen, so verloren bin ich in Gedanken. Ich weiß das um 4 Uhr meine Schicht anfängt und sich bisher ca. 2 Flaschen Wein in meinem Magen zum fröhlichen Stell dich ein getroffen haben. Ich hoffe einfach das es meinem Chef nicht auffallen wird, letzten Endes arbeite ich ja sowieso am Telefon und Geruchstelefon wurde Gott sei Dank noch nicht erfunden. Sitze ich doch jeden Tag in diesem schlecht gelüfteten Callcenter und wähle Nummer um Nummer in dem Versuch Versicherungen zu verkaufen. Es macht mich nicht gerade glücklich und reicht gerade so zum Leben, jedoch ist es besser als gar nichts tun oder arbeitslos zu Hause zu sitzen.
Ich bin 27 Jahre alt, ledig und habe keine Kinder. Ich sehe nicht mal gut aus, weder bin ich schlank noch fett, etwas typisch dazwischen sagen viele. Ich arbeite seit genau 6 Jahren bei diesen Halsabschneidern und lebe nur für jeden Tag. Um es umfassend zu beschrieben reicht wohl, das Wort Durchschnittsfinne, bis auf meine schwarzen Haare erfülle ich dieses Klischee voll und ganz.
Ich betrachte meinen braunen Bademantel und meine grauen Hauslatschen und stelle fest das zumindest ersteres in die Waschmaschine gehört. Langsam wird es draußen hell und eine leichte Brise kommt auf, meine Gänsehaut erinnert mich daran, dass die Tage kürzer werden und der Winter naht. Nachdem nur noch der Filter zwischen meinen Fingern glimmt schmeiße ich die Zigarette nach unten auf den Rinnstein und ärgere mich insgeheim etwas über diese Verschwendung. Irja wo bist du nur mit deinen Gedanken.
Ich drücke das Fenster an den Rahmen und lege den Hebel um. Danach zieh ich die Gardine wieder vor und werfe noch einen kurzen Blick auf das altmodische Muster, das im Halbdunkel silbern schimmert. Ich stoße mir den großen Zeh am Kühlschrank als ich mich in den Flur taste, Verdammte Kurzsichtigkeit! Ich betätige den Lichtschalter und halte mir die Hand vor die Augen als die 30 Watt Energiesparlampe mir bunte Punkte vor die Augen zaubert. Nachdem ich mich wohl oder übel an diese Helligkeit gewöhnt habe tapse ich ins Bad und stelle mich unter die Dusche. Genau das brauche ich jetzt. Langsam prasselt das Nass auf meinen Rücken um sich in Rinnsalen nach unten zum Abfluss zu begeben. Zögernd prüfe ich die Reste in den Flaschen und nehme mein Kokos-Mandel-Duschgel, um den letzten Rest herauszuquetschen und mit viel Schwung die leere Verpackung nach draußen auf den Fliesenboden zu befördern. Wegräumen kann ich es schließlich später immer noch. Nachdem ich mich abgeseift habe wasche ich mir meine Spliss geplagten Haare mit den Resten eines Anti-Schuppen Shampoos und spüle sie unter kaltem Wasser aus. Das kalte Wasser erweckt meine Lebensgeister einigermaßen und ich stelle die Mischbatterie ab. Nachdem ich mir meine langen Haare die mir bis in die Mitte des Rückens reichen ausgiebig ausgewrungen hab nehme ich das Badehandtuch vom Hacken und trockne mich ab. Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass ich mich nun doch etwas beeilen sollte, wenn ich nicht wieder als letzte bei der Stechuhr sein wollte. Nachdem ich etwas Deo und Parfum aufgetragen hatte um meine Alkoholfahne zu übertünchen schlüpfe ich in meine schwarze Bluse und eine Nadelstreifenhose. Nachdem ich mir mühsam meine Socken und Schuhe übergestreift habe, binde ich meine Haare zu einem Pferdeschwanz. Mittlerweile stehe ich bereits im Flur und recke mich an der Gardrobe nach meinem schwarzen Mantel. Mein Rücken protestiert lautlos, doch ich ignoriere es vorerst. Als ich meine Handtasche auf die Schulter werfe und die Tür hinter mir zuziehe, nachdem ich den Schlüssel vom Board genommen habe. Am Ende der Treppe schimmert der Himmel bereits etwas heller durch das Glas der Haustür.